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Niederlande 2026: Neue entfernungsabhängige Maut für Lkw

Ab 2026 tritt in den Niederlanden ein neues Mautsystem für alle Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen in Kraft, das die derzeitige Eurovignette endgültig ersetzen soll.

Die Umstellung auf ein Modell, das auf der tatsächlich zurückgelegten Strecke basiert, stellt einen wichtigen Wendepunkt für alle Transportunternehmen dar, die regelmäßig durch das niederländische Hoheitsgebiet fahren oder dort tätig sind.

Das erklärte Ziel ist klar: ein gerechteres, moderneres und nachhaltigeres System, in dem diejenigen, die mehr Kilometer zurücklegen und umweltschädlichere Fahrzeuge nutzen, mehr bezahlen, während neuere, emissionsarme Fahrzeuge belohnt werden..

Wie funktioniert die neue Maut?

Die Berechnung der Mautgebühr basiert auf drei Hauptkomponenten:

Zurückgelegte Strecke

Gewichtsklasse des Fahrzeugs

CO₂-Emissionsklasse

Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Erneuerung der Flotten hin zu effizienteren und umweltfreundlicheren Lösungen zu fördern und langfristig die Verbreitung von Fahrzeugen mit geringen oder keinen Emissionen zu begünstigen.

Tarife: Wie viel werden die Transportunternehmen bezahlen?

Die Kosten pro Kilometer hängen hauptsächlich von folgenden Faktoren ab:

  1. Gewicht des Fahrzeugs
    (Die Richtlinien zur Bestimmung des zulässigen technischen Gewichts sind auf der Website des niederländischen Infrastrukturministeriums verfügbar.)
  2. CO₂-Emissionen

Bestimmung der CO₂-Klasse

Gemäß den niederländischen Rechtsvorschriften bestimmt der Mautdienstleister die Emissionsklasse des Fahrzeugs.:

Vor dem 1. Juli 2019 zugelassene Fahrzeuge → CO₂-Klasse 1 (basierend auf den Angaben im Fahrzeugschein)

Emissionsfreie Fahrzeuge (100 % elektrisch) → CO₂-Klasse 5

Alle anderen Fälle → Feststellung anhand des RDW-Registers oder vom Eigentümer vorgelegter Dokumente (CVO, CIF usw.)

Wenn das Fahrzeug bereits über eine CO₂-Klassifizierung in einem anderen europäischen Mautsystem (Deutschland, Belgien, Österreich) verfügt, kann diese auch in den Niederlanden anerkannt werden.

Genehmigte Richtpreise (April 2025)

Hier einige Beispiele für die Kosten pro Kilometer:

Lkw 16 t – Euro 6 → 0,156 €/km

Lkw 16 t – Elektro → 0,034 €/km

Lkw >32 t – Euro 6 → 0,195 €/km

Lkw >32 t – Elektro → 0,038 €/km

Die endgültigen Tarife für 2026 könnten entsprechend der Inflation angepasst werden..

OBU Obligatorisch: Ab 2027 nur noch 4G-Geräte

Um in den Niederlanden fahren zu dürfen, muss jeder Lkw mit einer zertifizierten OBU (On-Board Unit) ausgestattet sein, die entweder national oder EETS-konform ist und automatisch die zurückgelegten Kilometer aufzeichnet.

Ein Element, das bereits von den Behörden bestätigt wurde:

Ab dem 31. Dezember 2027 werden ausschließlich OBU akzeptiert, die mit der 4G-Technologie kompatibel sind.

Die Unternehmen müssen daher:

die derzeit verwendeten Geräte überprüfen,

eventuelle Aktualisierungen oder Austauschmaßnahmen organisieren,

die vollständige Konformität innerhalb der vorgesehenen Fristen gewährleisten.

Eine Verzögerung kann zu Strafen und möglichen Betriebsunterbrechungen führen.

Eurovignette: Verpflichtung zur Registrierung bei einem Mautdienstleister

Mit der Abschaffung der Eurovignette sind alle Betreiber verpflichtet,:

Registrieren Sie sich bei einem zertifizierten Mautdienstleister

Jedes Fahrzeug mit einer kompatiblen OBU ausstatten

Beobachten Sie die aktuellen Meldungen und offiziellen Mitteilungen der niederländischen Behörden

Diese Übergangsphase erfordert eine sorgfältige Planung, insbesondere für Unternehmen, die häufig in den Niederlanden tätig sind..

Vorbereitung auf 2026: Warum es wichtig ist

Die Einführung der neuen Fernmaut könnte erhebliche Auswirkungen auf die Betriebskosten, die Verwaltungsabläufe und die operative Organisation von Transportunternehmen haben. Eine frühzeitige Vorbereitung ist unerlässlich, um Kontinuität, Effizienz und vollständige Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.

Nachrichten

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